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Der Fall Dominique Strauss-Kahn und das “Abheben” in Management und Führungsverantwortung

Bildschirmfoto 2011-06-07 um 00.23.16Der Schweizer Unternehmer und Gründer des Schweizer Zweiges der Unternehmensberatung McKinsey, Dr. Hans Widmer, hat einmal auf die Frage, was man als Manager tun könne, um im Beruf nicht “abzuheben”, gesagt, am besten man hat eine Frau wie Michelle Obama, oder wie meine Frau.

Am besten man hat eine Frau wie Michelle Obama, oder wie meine Frau….

Was sich vermeintlich als leicht daher gesagt anhört, ist am Ende doch recht hilfreich, wenn es um die Analyse des Führungsverhaltens, oder des entgleitens von Führungsverantwortung geht. Im Volksmund gibt es schon seit langem den Satz, neben jedem starken Mann steht eine starke Frau. Und nicht erst seit der letzten Kaiserwitwe von China Cixi, ist bekannt, dass oftmals hinter dem Vorhang, oder um mit der Stimme Gofmans zu sprechen, hinter der Vorderbühne eine andere Person die Fäden zieht. Es geht jedoch in diesem Artikel nicht um die Fäden im Allgemeinen, sondern um die Frage, was erfolgreiche Männer wie etwa den Politiker Domenique Strauss-Kahn, Kachelmann, oder viele mehr, dazu bringt, die Grenzen an einem bestimmten Punkt zu überschreiten und Ruf, Reputation und Ehre auf das Spiel zu setzen.

Der Grund scheint eine Allmächtigkeit zu sein, die in den mittleren Ebenen der Führungsetagen beginnt und dann unaufhaltsam in alle Ebenen weiter zieht. Kein Angestellter wird sich kritisch gegenüber den Äußerungen eines vermeintlich “allmächtigen” Vorgesetzten stellen und selbst für die Führungskraft scheint es in den ersten Tagen oftmals vollkommen neu zu sein, dass nun fast alle Wünsche umgehend erfüllt werden.

Ich durfte vor kurzem den Aufstieg einiger Managers in Dax Unternehmen in den Vorstand beobachten. Gleichzeitig mit dem “hineinwachsen in die neue Rolle und Funktion”, geschah eine gleichsam interessante zweite Wandlung. Die Führungskraft musste sich nunmehr nicht mehr nur auf der ersten oder zweiten Ebene des Unternehmens und in der scheinbar unsichtbaren Unternehmenspolitik zurechtfinden, sondern auch eine neue Bewertung  von Loyalität und Präferenz Utilitarismus der zurückgebliebenen Kollegen auf den anderen Stufen vornehmen.

Wer ist Freud und wer sucht Nähe, nur wegen der vermeintlichen Position oder dem  Nutzen..

Diese neue Findungsphase in einem Unternehmen wird oftmals von Paten begleitet und ist in den höchsten Ebenen der Unternehmen nur durch persönliche Unterstützung von Führungskräften möglich. Zu schnell würde ein unbedarfter Grünschnabel in die Fallstricke des Unternehmens geraten und zu Fall kommen.  Demnach liegt es auch im Unternehmen, Top Führungskräfte zu begleiten und zu schützen, was wiederrum zu einem Gefühl der besonderen herausragenden Position führt.

Was bleibt, sind demnach ältere Führungspersonen, an welchen sich der Manager orientieren kann, oder professionele “Coaching Partner” die im besten Fall nicht aus dem Unternehmen kommen, sondern neutral die Lage und Politik im Unternehmen bewerten können und der Führungskraft im besten Fall schonungslos Rückmeldung über Verirrungen, Herausforderungen oder “dunkle Flecken” im Verhalten geben kann.

Dazu braucht es starke Persönlichkeiten und noch stärkere Nerven, diese hat nicht jeder und vor allem wie bereits erwähnt nicht in der eigenen Unternehmenskultur.

Der Gewinn kann sich aber in den meisten Fällen sehen lassen. Die Auseinandersetzung mit den Fragen wo eine Führungskraft hin will, gehört zu den wichtigsten die sich jeder Mensch stellen muss. Dies am besten nicht erst wenn der “Karren in den Graben” gefahren ist, sondern wenn sie möglichst viel Freiraum haben, um die Situation eigenständig zu steuern.

Genau dies scheint  Strauss-Kahn nicht gelungen zu sein, sich mit den eigenen Motiven, Zielen und “dunklen Flecken” seiner Persönlichkeit zu beschäftigen, als er vollen Handlungsspielraum hatte, dieser scheint jetzt deutlich eingeschränkt und die Kosten für ihn und seine Familie werden nicht nur finanziell hoch sein.

Wie gesagt, wem die Gefahr droht, abzuheben, sollte froh sein, wenn er einen starken Partner an der Seite hat, welcher ihn hin und wieder “erdet”und auf den Boden der Tatsachen bringt. Eine Einschränkung sollte ich jedoch noch hinzufügen, der Partner und der beste Freund sind nicht der erste Gesprächspartner für berufliche Anliegen aller Tage und das sollten sie auch nicht sein, hierfür gibt es andere möglichst psychologisch geschulte Partner, damit der Manager sich in seiner Freizeit mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben beschäftigen kann, seiner Familie und seiner Erholung.



shemaleup.net