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Organisationsentwicklung an Schulen, der Lehrer im Rollenwandel vom Staatsbediensteten zum Dienstleister

Lehrer müssen heute vermehrt Aufgaben wie Führung und Management übernehmen

Lehrer müssen heute vermehrt Aufgaben wie Führung und Management übernehmen

Private Schulen, oder Schulen in freier Trägerschaft, liegen im Trend. Mit der Zunahme privater Schulen verändert sich auch zunehmend das Rollenbild des Lehrerberufes, bzw. die Anforderungen in Bezug auf Dienstleistung und attraktiver erfolgreicher Verkörperung der Schule nach außen als Marke. Die Anforderungen steigen, verändern sich rasant, sind jedoch auch hoch spannend und ermöglichen Lehrern eine vollkommen neuartige Möglichkeit, das berufliche Umfeld mitzugestalten. Wirtschaftliche Herausforderungen im Bildungsmarkt erfolgreich zu bestehen, ist nicht immer einfach, wie zuletzt die private Phorms Schule mit ihrem Hauptsitz in Berlin erfahren musste, nachdem sie zwei Standorte schließen muss und ein dritter kurz vor der Schließung steht Lesen sie hier mehr.

Private Schulen sind freie Organisationen und müssen sich demnach wie freie Unternehmen am Markt behaupten.

In Deutschland ist die wirtschaftliche Konkurrenzsituation in der Konkurrenz einzelner Schulen, generell bei weitem nicht so sehr ausgeprägt, wie etwa bei deutschen Schulen im Ausland. In Deutschland ist immer noch ein Großteil der Schulen unter staatlicher Prägung, daher scheint der wirtschaftliche Druck auf die wenigen wirklich privaten, oder in freier Trägerschaft befindlichen Schulen (noch) nicht so deutlich auszufallen.

….Tempora mutantur et nos mutamur in illis..

Die Zeiten ändern sich rasant und mit ihnen auch die Anforderungen an Lehrer und Direktoren als moderne Manager und Dienstleister im Bildungsbereich. So stellen sich für das moderne Lehrerbild demnach folgende Fragen:

  1. Wie attraktiv und kompetent (symphatisch) bin ich als Lehrer für meine Schüler und deren Angehörige.
  2. Welchen Beitrag leiste ich persönlich um die Organisation (Schule) nach außen attraktiv  zu machen.
  3. In welchen Umfang setze ich mich persönlich dafür ein, die Schule positiv nach außen bekannt zu machen und den Erfolg zu steigern.
  4. Welchen Mehrwert schafft allgemein meine Tätigkeit an der Schule.

Fragen wie diese sind für deutsche Lehrer vollkommen neuartig, alleine die erste Frage der “persönlichen Attraktivität”, mag für die eine oder andere Lehrkraft befremdlich anmuten. Muss ich als Lehrkraft überhaupt “attraktiv” sein ?

Aber genau an diesem Punkt setzt ein neuartiges Selbstverständnis einer Lehrkraft im besten Fall an. Dieser Ansatz ist die persönliche Selbstwahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist im übrigen nicht nur auf die Lehrkraft beschränkt. Auch die Schulleitung muss sich heutzutage zunehmend mit Fragen des modernen Managements, der Betriebsführung und Öffentlichkeitsarbeit auseinandersetzen. Unterbleibt eine solche Entwicklung in einer Schulorganisaton, kommt es zwangsläufig zu Störungen, welche die Organisation als ganzes zum Stillstand bringen können.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Phorms Ag Klaus Lechner räumte  in einem Interview gegenüber der Financial Times Deutschland ein “Wir haben die Lage falsch eingeschätzt”……

Präventive Maßnahmen im Bereich der Lehrerentwicklung und der Managementfähigkeiten innerhalb einer Schule sind daher von grundsätzlicher Notwendigkeit. Gerade dem Umdenken der staatlichen Sichtweise einer deutschen Lehrkraft, mit allen Sicherungsmechanismen, gegenüber einer Lehrkraft mit der Sichtweise eines Unternehmers, oder Entrepreneurs, kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Denn ein “nicht führen können der Schule” wie es Klaus Lechner für die Phorms Schule eingestanden hat, hat für die Schule einen wichtigen Vertrauensverlust zur Folge und das Vertrauen in die Schule und deren dauerhafte Funktionsfähigkeit als Organisation, stellt mit die wichtigste Grundlage für den Erfolg einer Schule dar, egal ob in Berlin, Hamburg , Singapur oder Hong Kong.



Karl-Theodor zu Guttenberg, oder die Führungskraft als Rollenmodell

Wohin darf und kann sich eine Führungskraft entwickeln...

Wohin darf und kann sich eine Führungskraft entwickeln...

Top Führungskräfte unterliegen täglich einem eindrucksvollen Druck. Einerseits wollen und sollen sie gesellschaftlichen Anforderungen und Bildern genügen, anderseits sind sie in ihren Möglichkeiten in der Regel wie jeder Mensch eingeschränkt. Dies führt zu einem weiten Spannungsbogen, an welchem auf der einen Seite die Frage steht: “Wie stark darf und muss eine Führungskraft sein” und auf der anderen Seite: “Wie stark darf und muss eine Führungskraft am eigenen “Gründungsmythos” arbeiten und feilen.

Zweifellos ist der deutsche Verteidungsminister zu Guttenberg hier an einer wichtigen Herausforderung und Prüfung seiner persönlichen Entwicklung angelangt.

Wer Führungsverantwortung übernimmt, macht sich angreifbar….

Guttenberg übernimmt Verantwortung und dies ist ein wichtiger Teilaspekt von Führung. Gleichzeitig will Guttenberg dem Bild, der Leistungselite entsprechen. Diesem Bild zu entsprechen ist nicht einfach, da es einen deutlich höheren persönlichen Leistungseinsatz abverlangt als der durchschnittliche Mitkonkurrent einbringt. Aus dem Gelingen eines solchen Rollenvorbildes leitet der kanadische Psychologe Albert Badura das Modell des Modelllernens ab.

Die Herausforderung besteht darin, dass, je weiter und höher eine Führungskraft in der Hierarchie steigt, desto aggressiver das Umfeld wird und umso schwieriger der Grat zwischen Leistung und Leistungserwartung wird….

Guttenberg ist aus neutraler Sicht nicht negativ aufgefallen. Anders als etwa die negative Affäre um die European Business School und deren Präsidenten Christoph Jahns, versucht zu Guttenberg offensichtlich, hohen persönlichen und bewusst und unterbewusst übertragene Wertmodellen aus Familie und Gesellschaft gerecht zu werden. Ob dies immer gelingt ist abzuwarten und unterliegt in der Erfolgsprognose gleichsam emergenten Faktoren.

Guttenberg versucht offensichtlich, hohen persönlichen und bewusst und unterbewusst übertragenen Wertmodellen aus Familie und Gesellschaft gerecht zu werden..

Aus Führungswissenschaftlicher Sicht ist jedoch interessant, dass zu Guttenberg in seiner Position, einer deutlich erhöhten moralischen und ethischen Beobachtung unterliegt und durch seine Entscheidungen im Kontext etwa der klaren Personalentscheidung, etwa den Inspekteur der Bundeswehr Schneiderhan zu entlassen, eine weitere moralische Hürde und mächtige Front von realen Leistungsträgern innerhalb der Gesellschaft gegen sich aufgebaut hat. Diese Gruppe der realen Leistungsträger, innerhalb der Bundeswehr, wird mit hoher Konzentration auf die Leistung von zu Guttenberg schauen, da gerade auch innerhalb dieser Gruppe ein klares und ausgeprägtes Leistungsprinzip gilt. Und auch wenn es kaum jemand in Deutschland aussprechen will, können gerade Ressentiments gegenüber einem geerbten Titel des Adeligen in Deutschland auch hier, im Sinne einer Stigmatisierung, eine grosse Rolle spielen. Demnach gilt für Guttenberg ein noch höherer Anspruch auf moralisch korrektes Verhalten. “Adel verpflichtet”, wie schwer und vielleicht unmöglich es ist, diesem Satz in der Realität zu entsprechen, muss sich jede Führungskraft jeden Tag verdeutlichen.



shemaleup.net